Ute Reeh   Vasen | Jungbrunnen für Ludwigslust
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Jungbrunnen für Ludwigslust
Wettbewerb „Kunst im Raum“ Ludwigslust, 2001
Für die städtebauliche Erneuerung des Alexandrinenplatzes den gestalterischen Hintergrund für die künstlerische Ausgestaltung und Ergänzung dieses öffentlichen Raumes. Schwerpunkt der Wettbewerbsaufgabe liegt im Bereich des Alexandrinenplatzes, der innerhalb des Stadtsystems von Ludwigslust einen wichtigen Knotenpunkt darstellt.
 
Wettbewerbsart: Beschränkt offener Ideenwettbewerb
Ausgezeichneter Entwurf, Ankauf
 
Pläne und Beratung Lukas Baumewerd Architekt BDA Köln
Projektbeschreibung
Die barocke Residenz Ludwigslust ist in ihrer topografischen Anlage samt der Bebauung vollständig erhalten. Das besondere ist die Schlossstraße, die vom kreisförmig angelegten Teil des Alexandrinenplatzes auf die Schlossanlage zuführt. Sie stösst rechtwinklig auf den zwischen Schloss und Bassin gelegenen Schlossplatz. Dadurch entsteht eine „Umleitung“, da die Achse eben nicht zentral auf das Schloss selber zuläuft. Die Schlossstraße ist auf das Schloss bezogen, diesem aber nicht vollständig untergeordnet, sondern zugleich eine autonome Hauptader der Stadt mit einem eigenen Zentrum, dem Alexandrinenplatz.
 
Der Entwurf „Jungbrunnen“ aktiviert die Mitte des Alexandrinenplatzes als zweites Zentrum der Stadt mit einer Skulptur, die an einen Brunnen errinnert und auf diese Weise eine traditionelle Platzgestaltung aufgreift.

Diese Skulptur hebt sich von den barocken Backsteinbauten, der Straße und dem Rasenrund durch ein leuchtendes Rosa ab. Es entsteht eine Stimulierung aufgrund der zuleitenden (Zebrastreifen) und verankernden (Bänke) Elemente. Hierdurch wandelt sich der Alexandrinenplatz vom Kreisverkehr zum Treffpunkt und Verweilort. Das Gleichmaß des Platzes wird einerseits in Harmonie plastisch hervorgehoben, andererseits für eine neue Erfahrung des Areals belebt.
 
Das zweite Objekt, eine Vasenreplik am Rand der Schlossbrücke, bestätigt die Ausstrahlung des „Jungbrunnens“. Eine der Steinvasen an der Brücke wird durch ein leuchtend farbiges GFK-Imitat ersetzt. Es entsteht, allein durch die Material- und Farbabweichung, eine Verschiebung aus der Symmetrie, ohne dass die Ordnung verletzt wird. Die getreue Nachfassung der barocken Form wirkt hier als amüsante Kostümierung vor dem Entrée der Schlossanlage. Sie setzt den Umleiteffekt zum Schloss in Szene.

Im „Bassin“ gegenüber dem Schloss ist ein drittes Objekt denkbar, dass die Form des „Brunnens“ und der „Vase“ in neuer Gestalt zu einer Synthese führt und so einen Schlusspunkt setzt.

Der Entwurf vereint Respekt vor der Schönheit der barocken Anlage mit einer zeitgenössischen Setzung, die diese neu belebt.
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