Ute Reeh   Performance / Film / Video
 
   
 
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Impressum
 
Performance Performance
VIP Film Festival Berlin, 1990, an allen vier Orten des Festivals.
 
Performance Performance ist angekündigt, aber niemand in der Menge weiß wo sie stattfindet, wer Besucher und wer Performer ist.
Filmperformance
AVE Festival Arnhem, Niederlande 1990
Erste simulierte Performance
und erster Handlungsloop
16 mm Film
 
   
Ein 16 mm Film wird im Maßstab 1:1 aus der Senkrechten 1:1 auf ein 240 x 270 cm großes Papier projiziert. Der Film gibt eine Situation wieder, die auf einem Papier derselben Größe stattgefunden hat. Die Handlung läuft ohne Ende vorwärts und rückwärts.
 
Aufnahme mit zwei 16 mm Kameras, im Vor und Rücklauf
Kamera 1: Mark Feuerstake
Kamera 2: Kasimir Benkowski
Assistenz und Ton: Sebastian Bertalan
Darsteller: Hans-Georg Roden, Ute Reeh

Muster
Unbekannte Performance in Betten, Wohnzimmern und anderen Orten der Welt.

1996 auch als Animation
3sat Kulturzeit und Bochynek Düsseldorf

 

 

Weiter unter >> Muster

Performance ist Bewusstheit und Kontrollverlust, im Bewusstsein des eigenen Handelns hinein schreiten in einen Raum mit unbestimmtem Ausgang und voller Unwägbarkeiten. Dies unter Einbezug von der Form des Handelns, seiner Bedingungen, Beziehungen, Medien und seiner Auswirkungen. Performance bedeutet sich seiner selbst, des eigenen Körpers, des eigenen Blicks, der eigenen Präsenz gewahr sein. Der Betrachter einer guten Performance ist (aus meiner Perspektive) nie nur Betrachter sondern immer auch involviert, Herrin oder Herr seiner eigenen Performance innerhalb des Feldes das mit und durch die Performance entsteht.

Meine Mitte der 80er Jahre getroffene Entscheidung Künstlerin zu sein fiel zusammen mit dem Beginn meiner Performancearbeit. Das bedeutete auch, dass mir der Prozess, die Handlung genauso wichtig wurde wie entstehenden Spuren wie Bilder, Zeichnungen, Räume, Objekte. Und umgekehrt, dass die Bilder, Zeichnungen, Räume, Handlungen, Life-Performances ihre Qualität aus dem Prozess ihrer Entstehung heraus erhalten. Aus diesem Grund ist Performance für mich die Königin der zeitgenössischen Kunst. Sie bedeutet sich beim Zeichnen über das ziehen der Linie, beim Malen über die Situation und Handlung in der dies stattfindet, beim Essen über das Essen, beim Bewegen im Raum sich über diese Bewegung und den Raum in der diese stattfindet bewusst zu sein. Ob eine solche Performance öffentlich oder hinter verschlossener Tür stattfindet   fällt zusammen mit der Entscheidung ob die Handlung mehr in ihrem Relikt oder life in ihrer zeitlichen das Unbestimmte mit beinhaltenden Dimension sichtbar wird. Setzt sich eine junge Frau nackt in eine Kiste mit flüssigem Gips, so bleibt am kommenden Tag der/dem Vorbeigehenden vielleicht der Atem stehen, wenn er in der so entstandenen Negativform die darin stecken gebliebenen Schamhaare bemerkt. Ist die Performance das Sich-Hineinsetzen oder das Hineinblicken-mit-stockendem-Atem?

Theaterähnliche Performances mit ihrer Aufteilung zwischen PerformerInnen und ZuschauerInnen interessierten mich immer weniger. Als Lösung für die oft merkwürdig voyeuristischen Tendenzen theaterähnlicher Performances, die aus dieser Aufteilung entstehen konzipierte ich verschiedene Modelle.

Zunächst waren dies senkrecht projizierte Film-Performances. Deren Raum wird durch die Projektionsfläche und die um sie herum stehenden Betrachter gebildet und verstärkt, in einem weiteren Schritt nach vorn werden diese mit Ihrem Schatten und ihrer Bewegung oder Nichtbewegung Teil der Performance.

Wesentlich ist mir das Bewusstsein über die Bedeutung und Notwendigkeit des formalen Rahmens und des dadurch möglichen Kontrollverlustes und der entsprechenden der Freiheit der zum Hauptdarsteller der Performance gewordenen Betrachterin. In Muster schicke ich Gebrauchsgegenstände um die Welt, virtuell aber auch anfassbar real. Auf Bettwäsche gedruckt ist die Arbeit Rahmen für mir nicht bekannte Performances in Betten an mir nicht bekannten Orten. Eine andere Illustration dieses Freiraums mit all seiner Komik war die Performance Performance bei der niemand wirklich sicher sein konnte wer im gefüllten Saal Performerin und wer Zuschauerin war. Meine benutzbaren Skulpturen im öffentlichen Raum sind Plattform für die Performances der bewusst oder auch unbewusst teilnehmenden Akteure. Ihre Form und die von ihr ausgelösten Prozesse initiieren kommunikative Handlungen. Noch deutlicher wird dies in meinen partizipativen Arbeiten. Meine Arbeit mit sozialen Strukturen ist eine prozessuale Performance die all ihre sie bedingenden Faktoren mit einbezieht. Ich kann es auch beschreiben als initiieren von Bewegungen hin auf selbst generierte gemeinsame Ziele der Beteiligten.

 

Vasen
Galerie und Edition Hundertmark, Köln,
2001-2004
Loops, 3,5 - 12 min

Serie von 29 Projektionen, die eigentlich sich bewegende Skulpturen sind.
  Noch mehr Vasen
Köln, 2002
Liebesraumbar, Köln, 2004
Ich Du
programmierter typografischer Film,
Länge variabel, Liebesraumbar, Köln, 2004
 
Programmierung:
Sabine Plog und Anselm Weidmann


Zeichnen
Viele

2005
Kamera: Sebastian Bertalan und Justyna Feicht
 
Serie von 2 Filmen, die aus der Senkrechten auf den Boden projiziert werden, Loops

Zeichnen, Projektion, Malkasten, Düsseldorf 2005



Blau
Männer und Frauen

2006
Serie von 2 Filmen, die aus der Senkrechten auf den Boden projiziert werden, Loops, 4 min, 25 min
Kamera: Sebastian Bertalan
 
Männer und Frauen, Videoinstallation, Tanzhaus NRW, 2006

relations
Film und Entwurf für eine interaktive Installation, 4 min, 2006
pattern project, Mannheim 2006
Ganz nackt da
Film und Teil einer therapeutical sculpture,
4 min, Loop, 2007
(Siehe auch Klumpen)

visual therapies
Filmlaboratorium Düsseldorf, 2008
(Siehe visual therapies)